Thomas Blondelle

– Weltmanagement –

Der belgische Tenor Thomas Blondelle spannt stimmlich den Bogen von jugendlichen Heldenpartien über Charakterrollen bis zur Operette und wird sowohl als „schlichtweg eine Sensation“ (Opernwelt, 2/25) gefeiert als auch für „eine der elektrisierendsten Darstellungen“ (OperaWire, 06.06.2026) gelobt.

 

Seine Spielzeit 2026/27 beginnt er mit Konzerten in Stuttgart, Mannheim und Freiburg mit der Harmoniemesse von Joseph Haydn beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von François-Xavier Roth sowie mit seinem Rollen- und Hausdebüt als Lancelot in der Neuinszenierung von Ernest Chaussons Le Roi Arthus an der Oper Frankfurt. Eine weitere Neuproduktion führt ihn als Fritz in Franz Schrekers Der ferne Klang an die Royal Danish Opera in Kopenhagen. Außerdem kehrt er als Herodes in Richard Strauss’ Salome an die Deutsche Oper Berlin zurück; diese Partie wird er auch an der Oper Leipzig singen. Im Wiener Konzerthaus übernimmt er unter der Leitung von Kent Nagano die Titelpartie in einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners Siegfried, nachdem er in dieser Rolle bereits in Dresden und Luzern zu hören war. Darüber hinaus gibt er Liederabende in Brüssel, Antwerpen und Gent sowie einen Winterreise-Zyklus in Coesfeld und Duisburg.

 

Seine Spielzeit 2025/26 eröffnete er in der Neuproduktion von Die Fledermaus am Theater an der Wien als Gabriel von Eisenstein. In dieser Partie war er außerdem am New National Theatre Tokyo und an der Deutschen Oper Berlin zu erleben. In Berlin sang er zudem Loge in Das Rheingold und den Klaus-Narren in den Gurre-Liedern und trat gemeinsam mit dem Staatsballett erneut in Winterreise auf. Unter Donald Runnicles gab er in der Dresdner Philharmonie sein Rollendebüt als Aegisth in Elektra. Darüber hinaus gab er in der Neuproduktion von Zemlinskys Eine florentinische Tragödie sein Haus- und Rollendebüt als Guido Bardi an der Staatsoper Hamburg. An der Staatsoper Berlin war er zum Ende der Spielzeit als Pelléas in Pelléas et Mélisande zu erleben und an der Opera Ballet Vlaanderen sang er den Il pacifico avventore in L’uomo dal fiore in bocca des belgischen Komponisten Luc Brewaeys.

 

Zu seinen weiteren Opernengagements zählen seine Debüts bei den Bregenzer Festspielen als Max in Der Freischütz und an der Königlichen Dänischen Oper in Kopenhagen als Apollo-Dionysos in Trojahns Orest. Als Herodes in Salome war er an der Semperoper Dresden, der Opera Ballet Vlaanderen in Antwerpen und der Lettischen Nationaloper in Riga zu erleben. An die Deutsche Oper Berlin kehrte er als Herodes sowie als Baron Lummer in Intermezzo zurück.

 

Noch während seines Studiums debütierte Thomas Blondelle am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel als Hans Scholl in Hans Scholls Die Weiße Rose. Von 2006 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig, wo er unter anderem Belmonte, Boris, Cassio, Edwin, Graf Zedlau und Eisenstein sang. Von 2009 bis 2023 gehörte er zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Dort übernahm er zahlreiche zentrale Partien, darunter Tamino, Loge, Herodes, Macduff, Eisenstein, Erik, Pelléas und die Titelrolle in Parsifal.

 

Darüber hinaus gastierte er an bedeutenden internationalen Bühnen und Festivals, darunter an der Bayerischen Staatsoper München, der Nederlandse Opera in Amsterdam, beim Festival d’Aix-en-Provence, bei den BBC Proms, an der Staatsoper Stuttgart und an der Opéra national du Rhin in Straßburg. Zu seinen weiteren wichtigen Projekten zählen das Tenorsolo in Jeanne d’Arc au bûcher mit der New York Philharmonic im Lincoln Center und an der Philharmonie de Paris, der Tambourmajor in Wozzeck mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra sowie die Partie des Nikolaus Sprink in Kevin Puts’ Silent Night an der Cincinnati Opera.

 

Als Solist arbeitete er mit Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem WDR Sinfonieorchester, dem Orchestre de Paris, dem Brussels Philharmonic und der New York Philharmonic zusammen. Zu den Dirigenten, mit denen er arbeitete, zählen unter anderem Christian Thielemann, Kent Nagano, Simon Rattle, Carlo Rizzi, Donald Runnicles, Marc Albrecht, Alan Gilbert und Ulf Schirmer.

Sein Repertoire als Liedsänger umfasst die wichtigsten deutschen Liederzyklen sowie Werke von Rossini, Verdi und Tosti. Sein Rezitalprogramm Banalités wurde für Fuga Libera aufgenommen; sein zweites Soloalbum Dreams and Nightmares enthält Lieder von Schubert, Strauss und Wagner. 2023 konzipierte er das szenische Liederrecital Liebe Grüsse, Ludwig, in dem er Beethoven darstellte und Lieder des Komponisten sang.

 

Thomas Blondelle arbeitet außerdem als Librettist und Komponist, hauptsächlich im Bereich Lied und Kammermusik. Seit 2021 ist er Professor an der LUCA School of Arts, wo er Konzepte und Coachings für die Opernproduktionen des Instituts entwickelt.

 

Der in Brügge geborene Tenor studierte Gesang, Klavier, Komposition und Kammermusik am Stedelijk Conservatorium seiner Heimatstadt. 2006 erwarb er an der KU Leuven einen Master in Musikwissenschaft. Er wurde unter anderem mit dem Young Talent Prize beim Viñas-Wettbewerb in Barcelona, dem zweiten Preis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel sowie dem Palazzetto Bru Prize beim Belvedere-Wettbewerb in Wien ausgezeichnet.

September 2026 – Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an jedamski@hilbert.de