© Migle Golubickaite
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Vida Miknevičiūtė

– Weltmanagement –

Die litauische Sopranistin Vida Miknevičiūtė feierte bei den Salzburger Festspielen 2021 ihr umjubeltes Festspieldebüt als Chrysothemis (Elektra) unter der Leitung von Franz Welser-Möst. In der aktuellen Spielzeit wird sie als Salome am Bolshoi in Moskau debütieren und als Giuditta in der Neuproduktion von Lehárs gleichnamiger Operette ihr Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper feiern. Außerdem kehrt sie als Marietta (Die Tote Stadt) an die Wiener Staatsoper, als Chrysothemis an die Staatsoper Hamburg, als Elsa (Lohengrin) und Chrysothemis an die Staatsoper Berlin und als Irene (Rienzi) bei den Wagnertagen 2022 an die Oper Leipzig zurück.

 

In der Spielzeit 2019/20 gab sie ihr Hausdebüt  als Salome an der Wiener Staatsoper, sowie ihr Rollendebüt als Elsa in der Neuproduktion von Calixto Bieto an der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Ihre Engagements als Salome an der Königlichen Oper Stockholm, am Teatro di San Carlo in Neapel und an der Staatsoper Berlin, sowie als Chrysothemis an der Bayerischen Staatsoper wurden wegen COVID-19 leider abgesagt.

 

Vida Miknevičiūtė feierte in der Spielzeit 2018/19 ihr fulminantes Debüt an der Staatsoper Unter den Linden als Chrysothemis unter der Leitung von Daniel Barenboim und kehrte in der Spielzeit 2019/20 als Helmwige (Die Walküre) an die Staatsoper zurück. Außerdem war sie u.a. als Natalie Prinzessin von Oranien (Der Prinz von Homburg) an der Staatsoper Stuttgart, als Elettra (Idomeneo) am Staatstheater Kassel, Marguerite (Faust) und Lisa (Pique Dame) an der Lettischen Nationaloper Riga und erneut als Maria Boccanegra (Simon Boccanegra) am Staatstheater Mainz zu erleben. An der Victorian Opera in Melbourne gab sie ihr von Presse und Publikum gefeiertes Debüt als Salome.

 

Zwischen 2011 und 2020 gehörte Vida Miknevičiūtė dem Ensemble des Staatstheaters Mainz an, wo sie u. a. als Elettra (Idomeneo), Natalie Prinzessin von Oranien (Der Prinz von Homburg), Tatjana (Eugen Onegin), Fiordiligi (Così fan tutte), Margherita (Mefistofele), Violetta Valéry (La traviata), als Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Marguerite (Faust), Blanche (Dialogues des Carmélites), Mimì (La bohème) und Ursula (Mathis der Maler), als Elisabeth (Don Carlo), als Sieglinde in R.Wagner/Loriot (Der Ring an einem Abend) und als Maria Boccanegra (Simon Boccanegra) auf der Bühne stand. Gastengagements führten sie als Kaiserin (Die Frau ohne Schatten), Chrysothemis (Elektra) und Maddalena di Coigny (Andrea Chénier) an das Staatstheater Kassel, an die Oper Frankfurt als Sylva Varescú (Die Csárdásfürstin) und an die Oper Leipzig als Irene (Rienzi). An der Lettischen Nationaloper in Riga gab sie ihr Debüt als Elisabeth (Tannhäuser) und war dort außerdem als Marguerite (Faust) und als Senta in einer Neuproduktion von Richard Wagners (Der fliegende Holländer) zu hören. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gestierte sie ebenfalls als Senta und ist auch weiterhin ein gern gesehener Gast der Staatsoper Hamburg, mit der sie in einem Gastspiel unter der Leitung von Simone Young auch im australischen Brisbane als Freia (Rheingold) zu erleben war.

 

Wichtige musikalische Impulse erhielt Vida Miknevičiūtė durch Simone Young, Daniel Barenboim, Adam Fischer, Valery Gergiev, Alexander Joel, Eun Sun Kim, Peter Schneider, Kent Nagano, Gintaras Rinkevicius und Hermann Bäumer. Bisher war Vida Mikneviciute in Inszenierungen von Regisseuren wie Lorenzo Fioroni, Katharina Thalbach, Johannes Schütz, Tilman Knabe, Harry Kupfer, Christof Nel, Tom Ryser und Vera Nemirova zu sehen.

 

Konzertauftritte führten die Sängerin in die Tonhalle Zürich, die Laeiszhalle Hamburg, zum finnischen Valery-Gergiev-Festival in Mikkeli, an das Teatro di San Carlo Napoli, das Bratislava Festival, an das L’auditori de Barcelona und das Auditorio Nacional Madrid sowie in ihr Heimatland Litauen. Dabei interpretierte sie die Sopranpartien von Mozarts Requiem und Krönungsmesse, Brahms’ Ein Deutsches Requiem, Beethovens 9. Sinfonie, Mahlers 4. Sinfonie, Stabat Mater von Dvořák, Orffs Carmina Burana und Verdis Requiem.

 

Nach dem Besuch des Musikgymnasiums machte sie an der Litauischen Akademie für Musik und Theater in Kaunas ihren Magister in Gesang. Ein Erasmus-Stipendium führte die junge Sopranistin 2003 an die Leipziger Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Zwischen 2005 und 2007 war Vida Miknevičiūtė Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich. Zur gleichen Zeit erhielt sie Gastverträge mit dem Festival Aix-en-Provence und dem Theater Basel. Von 2008 bis 2010 war die Sopranistin im Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper engagiert, wo sie u. a. als Hébé und Phani (Les Indes galantes), Pamina (Die Zauberflöte), Adina (L’elisir d’amore), Gretel (Hänsel und Gretel), Micaëla (Carmen), Wellgunde und Freia (Rheingold) sowie als Helmwige (Walküre) zu erleben war.

 

Die Sängerin hat erfolgreich an unterschiedlichen Wettbewerben teilgenommen. Sie ist unter anderem Preisträgerin des 1. Preises und 1. Publikumspreises des Robert-Stolz-Gesangswettbewerbs „Wiener Operette“ in Hamburg und weiterer Wettbewerbe in Litauen und Russland. Zudem ist sie Stipendiatin der Barenberg-Bank für künstlerische Entwicklung Hamburg sowie des Concorso Riccardo Zandonai in Riva del Garda.

September 2021 – Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an Annette Kroll