Camille Schnoor
– Weltmanagement –
Die deutsch-französische Sopranistin Camille Schnoor wurde in Nizza geboren. Sie erhielt den Bayerischen Förderpreis für darstellende Kunst 2020 und gewann den Internationalen Wettbewerb Vokal Genial 2013. Die FAZ schrieb: „Camille Schnoor verstört und verzaubert mit umwerfendem Spiel und stimmlicher Wucht“. In einer Kritikerumfrage nominierte Die Welt sie 2016 sowohl als „Beste Sängerin“ als auch als „Beste Nachwuchssängerin“.
In der Spielzeit 2026/27 wird Camille Schnoor ihr Rollendebüt als Giuditta (Lehár) an der Opéra de Lausanne geben, sie wird Wagners Wesendonck-Lieder und Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen mit dem Philharmonischen Orchester von Nizza unter der Leitung von Marko Lettonja singen, sie wird ihr Rollendebüt als Manon in Puccinis Manon Lescaut in einer Neuproduktion von Oliver Mears an der Opéra de Nice geben und sie wird für eine Frankreich-Tournee, die in der Salle Gaveau in Paris beginnt, erneut Beethovens 9. Sinfonie aufführen, zusammen mit Victor Julien-Laferrière und dem Orchestre Consuelo.
Camille Schnoor feierte in der Spielzeit 2025/26 ein äußerst erfolgreiches Rollendebüt als Heliane in Korngolds Meisterwerk Das Wunder der Heliane an der Opéra National du Rhin, sang die Micaela (Carmen) an der Opera Hong Kong und gab ihr lang erwartetes Debüt als Desdemona (Otello) bei den Opernfestspielen Heidenheim. Außerdem sang sie die Fremde Fürstin (Rusalka) in Limoges, erstmals Brahms‘ Requiem an der Opéra de Marseille sowie Mozarts Requiem im Münchner Herkulessaal.
Im Sommer 2024 und 2025 war sie Gastsängerin bei der französischen Live-TV-Sendung „Musiques en fête“ aus den Chorégies d’Orange mit Auszügen aus Madama Butterfly, La Bohème und Turandot.
Höhepunkte der vergangenen Spielzeiten waren u. a. ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen unter Pablo Heras-Casado in Parsifal, ihr Debüt an der Opéra National de Bordeaux und der Opéra Comique in Paris mit der auf Arte Concert ausgestrahlten Uraufführung Les Sentinelles, ihr Debüt an der Opéra de Lille als Rosalinde (Die Fledermaus), ihr Wagner- und Saint-Saëns-Konzert mit dem Orchestre Colonne in der Salle Gaveau in Paris, die Fremde Fürstin (Rusalka) an der Opéra de Marseille, Hanna Glawari (Die lustige Witwe) an der Opéra de Nice, Ciò-Ciò-San (Madama Butterfly) in Limoges, Rouen und Vichy, Ariadne (Ariadne auf Naxos) in Limoges und an der Ungarischen Staatsoper Budapest, Mimì (La Bohème) in München, Aachen und Klosterneuburg, ihr Elbphilharmonie-Debüt mit den letzten Balladen von Schumann unter Laurence Equilbey und ihr Marschallin-Debüt (Der Rosenkavalier) im Konzert in Genf.
2019 war das Jahr ihres Debüts als Fiordiligi (Così fan tutte) an der Opera Bergen in Norwegen sowie ihr Hausdebüt an der Opéra National de Lorraine in der Rolle der Hilda (Sigurd von Reyer). Ihr Ciò-Ciò-San-Debüt 2018 (Madama Butterfly) an der Opéra de Limoges und Opéra de Rouen Normandie wurde sowohl vom Publikum als auch von der Presse hochgelobt und die Produktion wurde mehrmals im französischen Fernsehen ausgestrahlt.
Von 2016 bis 2023 war Camille Schnoor eine der führenden Solistinnen am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und sang dort zahlreiche Hauptrollen ihres Fachs, unter anderem Donna Elvira (Don Giovanni), Fiordiligi (Così fan tutte), Mimì (La Bohème), Tatyana (Eugène Onegin), Hanna Glawari (Die lustige Witwe), Antonia und Giulietta (Les Contes d’Hoffmann).
Sie arbeitete u. a. mit den Dirigenten Pablo Heras-Casado, Michele Spotti, Frédéric Chaslin, Christian Arming, Laurence Equilbey und Daniel Kawka und mit den Regisseuren Stefano Poda, Laurent Pelly, Clarac-Deloeil le Lab, Michel Fau und Josef E. Köpplinger.
Ihr erstes Soloalbum „Les Âmes Naturelles“ wurde 2022 vom Label Klarthe veröffentlicht. Der Live-Mitschnitt vom Bayreuther Parsifal wurde 2024 bei der Deutschen Grammophon sowohl auf CD als auch auf Blu-ray veröffentlicht.
Camille Schnoor schloss ihr Musikstudium am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris (CNSM) 2007 als Konzertpianistin ab, bevor sie Gesang in Paris und Maastricht studierte. Ihre ersten Bühnenpartien waren Luisa (Luisa Miller), Verdis Requiem, Marie (Die verkaufte Braut), Maria (West Side Story) und Agathe (Der Freischütz) im Ensemble des Theater Aachen.
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