© Olja Efendiev
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Anna Lapkovskaja

– Weltmanagement –

Anna Lapkovskaja feierte in dieser Spielzeit ihr Rollendebüt als Dalila in Saint-Saëns’ Samson et Dalila unter dem Dirigat von Thomas Guggeis an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. An der Deutschen Oper Berlin sang sie die 1. Norn und Floßhilde unter Sir Donald Runnicles in der Neuproduktion von Wagners Die Götterdämmerung. Mit der 1. Norn machte sie ebenfalls ihr Hausdebüt am Teatro Real Madrid unter Pablo Heras-Casado.

 

Konzertengagements führten sie in dieser Spielzeit u. a. in die Elbphilharmonie (Schumanns Das Paradies und die Peri unter der Leitung von Marc Minkowski) und dem Euskadiko Orkestra Sinfonikoa im Palacio Euskalduna in Bilbao mit Mahlers Das Lied von der Erde. Außerdem war sie im Concertgebouw Amsterdam als Varvara in Janáčeks Katja Kabanowa unter Karina Canellakis zu erleben und mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle trat sie mit Strawinskys Berceuses du chat und Pribaoutki in der Berliner Philharmonie auf.

 

Zu Ihren zukünftigen Engagements zählen die Krása’ Symphony mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Simon Rattle in London und Paris. Im Herbst ist die Mezzosopranistin unter Daniel Barenboim in Wagners Ring-Neuinszenierung von Dmitri Tcherniakov an der Staatsoper Berlin zu hören. In der nächsten Spielzeit wird sie dort auch ihr Rollendebüt als Maddalena in Verdis Rigoletto geben.

 

In 2011 debütierte Anna Lapkovskaja an der Staatsoper Unten der Linden Berlin in der Rolle der Mascha in Eötvös’ Tri Sestri. Daraufhin folgten 2012 bis 2019 unter dem Dirigat von Daniel Barenboim die Rolle des Gymnasiasten (Lulu), Floßhilde, Grimgerde und 1. Norn (Der Ring des Nibelungen), Dunja (Die Zarenbraut) und Magdalene (Die Meistersinger von Nürnberg). Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit Sir Simon Rattle, unter dem sie bereits als Varvara (Katja Kabanowa) an der Staatsoper Berlin, als Dackel/Frau Pásek (Das schlaue Füchslein) mit den Berliner Philharmonikern, in der Barbical Hall London und der Grande Salle Pierre Boulez in Paris, in Janáčeks Glagolitischer Messe in Berlin sowie als Grimgerde (Die Walküre) im Herkulessaal München zu hören war.

 

Ihr Operndebüt gab Anna Lapkovskaja 2010 am Staatstheater Nürnberg, wo sie u. a. in der Titelrolle in Carmen, als Suzuki (Madama Butterfly) und als Marchesa Melibea (Il viaggio a Reims) auftrat. In der Uraufführung von Glanerts Das Holzschiff übernahm sie die Rolle des Gustav Anias Horn.

 

2013 debütierte sie an der Mailänder Scala und bei den BBC Proms in London und gab 2015 ihre Rollendebüts als Rosina (Il barbiere di Siviglia) und Adalgisa (Norma) am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Bei den Bayreuther Festspielen 2015 trat sie als Floßhilde und 1. Norn unter Kirill Petrenko auf. Mit ihm am Pult kehrte die Sängerin 2016 als Sonjetka in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an die Bayerische Staatsoper zurück. In der Neuproduktion von Die Meistersinger von Nürnberg an der Mailänder Scala sang sie 2017 die Magdalene in der Regie von Harry Kupfer. Im selben Jahr sang sie Carmen mit dem MDR Sinfonieorchester im Gewandhaus Leipzig. In der Spielzeit 2018/19 debütierte die Mezzosopranistin am Teatro Colón als Mascha und als Preziosilla (La forza del destino) an der Ópera Nacional de Chile. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Harry Kupfer, Andrea Breth, Peter Sellars, Damián Szifron und Dmitri Tcherniakov zusammen.

 

Neben ihrer Operntätigkeit widmet sich die Künstlerin intensiv dem Konzert- und Liedgesang. Sie trat u. a. mit Brahms Alt-Rhapsodie, Rossinis Stabat mater, Mahlers Kindertotenlieder, Wagners Wesendonck-Lieder sowie den beiden großen Bach-Passionen auf. Mit der Staatskapelle Berlin war sie mit Mahlers Das Lied von der Erde zu hören. In der Berliner Philharmonie unter Daniel Barenboim sang sie Le visage nuptial von Pierre Boulez und Debussys Le Martyre de Saint Sébastien. Mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sascha Goetzel sang sie Verdis Messa da Requiem und Berlioz’ Les nuits d’été. Verdis Messa da Requiem und Beethovens Missa solemnis sang sie im Berliner Dom.

 

Anna Lapkovskaja stammt aus Minsk und ist in München aufgewachsen. Sie studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Ihre Gesangsausbildung verdankt sie Maria Janina Hake. Zudem begleiteten sie die Pianisten Rudi Spring, Donald Sulzen und Tamás Kéry in ihrer Entwicklung als Lied-Interpretin. Neben Ihrem Studium gewann sie im Jahr 2008 den 1. Preis beim Wettbewerb des Kulturkreises Gasteig in München. 2010 nahm sie den 3. Preis beim Internationalen Leyla Gencer Voice Competition in Istanbul entgegen. Sie war Mitglied der Förderung Yehudi Menuhin (Live Music Now).

Juni 2022 – Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an Bartosz Jakóbczak