1990 gewann Maurizio Muraro den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Katia Ricciarelli“. 1994 folgten der erste Preis beim Wettbewerb „Concorso Europeo di Spoleto“ sowie der Eberhard-Waechter-Preis als bester Sänger der Wiener Staatsoper für die Jahre 1999–2000.
Maurizio Muraros Karriere begann in Spoleto mit L’elisir d’amore, wo er als Dulcamara Publikum und Kritiker gleichermaßen begeisterte. Seitdem führten ihn Engagements an alle großen Opernhäuser, wo er mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Sir Colin Davis, Mark Elder, Philippe Jordan, James Levine, Alessandro de Marchi, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Daniel Oren, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Giuseppe Sinopoli, Christian Thielemann und Marcello Viotti zusammenarbeitete.
Meilensteine seiner Karriere waren sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper in München unter Sir Colin Davis (Don Giovanni/Masetto), Rossinis Otello bei den Wiener Festwochen unter Yehudi Menuhin, die Saisoneröffnung an der Mailänder Scala mit Glucks Iphigenie en Aulide unter Riccardo Muti sowie ebenfalls unter Riccardo Muti sein Debüt an der Wiener Staatsoper (Le nozze di Figaro/Bartolo).
Der Künstler ist regelmäßiger Gast an der Metropolitan Opera New York (Le nozze di Figaro, Il barbiere di Siviglia/Bartolo, La fille du regiment, Così fan tutte, Andrea Chenier/ Mathieu), am Royal Opera House Covent Garden (Adriana Lecouvreur, I due foscari, Il barbiere di Siviglia/Basilio, Il trovatore/Ferrando), an der Opéra Bastille in Paris (Le nozze di Figaro, Il barbiere di Siviglia, Entführung aus dem Serail/Osmin, La cenerentola/Don Magnifico, Benvenuto Cellini/Balducci, Gianni Schicchi/Simone), in Berlin an der Staatsoper und der Deutschen Oper (Il barbiere di Siviglia, Entführung aus dem Serail, Le nozze di Figaro). Gastauftritte führten ihn außerdem zum Ravenna Festival, zur Arena di Verona, zur Hamburgischen Staatsoper, zur Staatsoper Dresden, ans Theater an der Wien sowie nach Florenz, San Francisco, zum Bayerischen Rundfunk und zu RAI Torino.
Maurizio Muraro wirkt sehr gern an Produktionen selten aufgeführter Opern mit, so etwa an der Oper Brüssel in La stella daura vendicata von Francesco Provenzale, in Wolf-Ferraris La vedova scaltra in Genua und Venedig, in Bellinis Adelson e Salvini – die mit Opera Rara und dem BBC Symphony Orchestra unter Daniele Rustioni aufgenommen wurde. An der Oper Amsterdam sang er die Rolle des Balducci in Benvenuto Cellini, die er anschließend auch am Liceu Barcelona gesungen hat.
Unter den zahlreichen Aufnahmen verdienen Carmen mit Sinopoli (Teldec), Beethovens 9. Sinfonie mit Attanasi, Tosca mit Pappano (EMI), Le nozze di Figaro und Don Giovanni mit Bertrand de Billy besondere Erwähnung. Er wirkte außerdem in Filmproduktionen von La serva padrona, Il Maestro di Capella und Tosca mit. In einer CD-Produktion von Le nozze di Figaro mit Diana Damrau, Thomas Hampson und dem Chamber Orchestra of Europe unter Yannick Nezét-Séguin (für Deutsche Grammophon) sang er Bartolo.
Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit gehörten Bartolo (Le Nozze di Figaro) an der Staatsoper Berlin, an der Bayerischen Staatsoper München, am Theater an der Wien, am Royal Opera House Covent Garden und beim Festival Aix-en-Provence, Sagristano in Tosca am Royal Opera House Covent Garden, Don Magnifico in einer Neuproduktion von La Cenerentola sowie Don Profondo (Il viaggio a Reims) an der Semperoper Dresden, Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen, Prince de Bouillon in Adriana Lecouvreur am Teatro Real in Madrid, an der Opéra de Lyon sowie am Théâtre des Champs-Élysées in Paris.
In der Saison 2026/27 ist er unter anderem als Bartolo an der San Francisco Opera und der Los Angeles Opera zu erleben.
September 2026 – Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an Nicola Kamphausen
