© Simon Pauly
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Martin Muehle

– Weltmanagement –

Der deutsch-brasilianische Tenor Martin Muehle wird von der Presse für sein stimmliches Können und seine dramatische Intensität auf der Bühne in einigen der anspruchsvollsten Tenorrollen gelobt.

 

In der Saison 2020-21 gibt Martin Muehle sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt als Chevalier Renato des Grieux in Puccinis Manon Lescaut, sowie sein Rollendebüt als Otello an der Staatsoper Hannover. Er kehrt an die Deutsche Oper Berlin als Calaf in Puccinis Turandot und an das Nationaltheater Prag für die Titelrolle in Andrea Chénier zurück, sowie an die Oper Köln als Don José in Bizets Carmen und an das Konzert Theater Bern als Pollione in Bellinis Norma. Als Konzertsolist steht er mit dem Münchner Rundfunkorchester für eine Operngala auf der Bühne, sowie mit den Stuttgarter Philharmonikern in Liszts Faust-Sinfonie.

 

Martin Mühle eröffnete die Saison 2019-20 mit seiner Rückkehr an die Oper Köln als Don José, gefolgt von seinem Debüt am Gran Teatro del Liceu in Barcelona als Turiddu in Mascagnis Cavelleria rusticana und Canio in Leoncavallos Pagliacci unter der Leitung von Henrik Nánási. An die Deutsche Oper Berlin kehrte er in der Titelrolle von Giordanos Andrea Chénier zurück, eine Rolle, die er auch in früheren Spielzeiten am Teatro Comunale di Modena, Teatro Regio di Parma, Teatro Reggio di Emilia, Fondazione Teatro di Piacenza und am Nationaltheater in Prag verkörperte.  Es war geplant, dass er als Don José an das Bolschoi-Theater zurückkehrt und 2020-21 sein Hausdebüt am Grand Théâtre de Genève als Calaf, sein Rollendebüt als Herman in einer Neuproduktion von Tschaikowskys Pique Dame an der Deutschen Oper Berlin gibt, sowie als Canio an der Israelischen Oper in Tel Aviv zu Gast sein wird – diese Produktionen wurden wegen COVID19 abgesagt.

 

In den vergangenen Spielzeiten sang er Don José in Bizets Carmen an der Staatsoper Hamburg und am Bolschoi-Theater, letzteres unter der Leitung von Tugan Sokhiev. Er gab sein US- und Hausdebüt an der Seattle Opera als Manrico in Verdis Il trovatore und kehrte an die Oper Köln als Calaf in Turandot zurück, eine Rolle, die er auch an der Deutschen Oper Berlin sang. Außerdem trat er erneut im Teatro Massimo in Palermo als Canio  unter der Leitung von Daniel Oren auf und debütierte an der Arena di Verona in den Rollen des Don José und Radames in Verdis Aida.

 

Weitere Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren sein Rollen- und Hausdebüt als Maurizio in Cileas Adriana Lecouvreur an der Seite von Angela Gheorgiu am Teatro Massimo in Palermo, sein Rollendebüt als Manrico in einer Neuproduktion von Il trovatore am Konzert Theater Bern sowie sein Rollendebüt in der Titelrolle von Wagners Lohengrin in einer Neuproduktion von Vincent Boussard am Theater St. Gallen. Außerdem sang er den Don José am Nationaltheater Prag, am Konzert Theater Bern, bei den Bregenzer Festspielen 2017 und 2018, an der Oper Graz, am Nationaltheater Mannheim, am Theater St. Gallen und in Buenos Aires.

 

Er war zwischen 2013 bis 2015 Mitglied des Ensembles am Nationaltheater Mannheim und verkörperte in den letzten Spielzeiten Rollen wie Hagenbach in Catalanis La Wally, Faust in Berlioz’ La damnation de Faust, Gabriele Adorno in Verdis Simon Boccanegra, sowie Calaf in Turandot und Pinkerton in Madama Butterfly, die Titelrolle in einer Neuproduktion von Verdis Stiffelio und Fritz in Schrekers Der ferne Klang, sowie die Titelrolle in Wagners Lohengrin.

 

Weitere Engagements in der Vergangenheit umfassen Andrea Chénier am Teatro Petruzelli in Bari, Des Grieux in Puccinis Manon Lescaut in São Paolo, Faust in Arrigo Boitos Mefistofele und Arrigo in Verdis I Vespri Siciliani am Theater Freiburg, Pollione in Bellinis Norma am Theater St. Gallen, Luigi in Puccinis Il tabarro am Theater Bielefeld, Radames in Aida in der Oper im Steinbruch, Siegmund in Wagners Die Walküre am Theater Detmold und Calaf am Teatro Filarmonico in Verona. In Südamerika machte sich Martin Mühle mit Rollen wie Turiddu in Brasilia und Siegmund in Die Walküre in La Plata und am Theatro Municipal in São Paulo einen Namen, wo er auch Alfonso in Korngolds Violanta und Guido in Zemlinskys Eine florentinische Tragödie sang.

 

Er konzertierte als Solist in Verdis Requiem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester und Rundfunkchor Berlin unter der Leitung von Simon Halsey in der Berliner Philharmonie, sowie im Gewandhaus zu Leipzig mit dem MDR-Sinfonieorchester, in Das Lied von der Erde unter der Leitung von Dan Ettinger in Mannheim und arbeitete mit dem Croatian Radio Symphony Orchestra in Zagreb. Außerdem sang er Gounods Cäcilienmesse im Theatro Municipal in São Paulo, Beethovens 9. Sinfonie in der Kathedrale von Porto Alegre und im Palácio das Artes in Belo Horizonte.

 

Er ist auf der von der Kritik hochgelobten Naxos-Aufnahme von Zandonais Francesca da Rimini in der Rolle des Paolo il bello mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg unter Fabrice Bollon zu hören.

 

Martin Muehle wurde in Porto Alegre in Brasilien geboren und studierte an der Musikhochschule in Lübeck.

Januar 2021 – Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an Florian Schadhauser