Christoph Strehl

Christoph Strehl

Der in Lübeck geborene Tenor Christoph Strehl lernte das musikalische Repertoire von Heinrich Schütz bis Hugo Distler als Knabensopran im renommierten "Lübecker Sing- und Spielkreis" kennen. Nach dem Abitur studierte er Gesang an der HdK (heute UdK) Berlin bei Prof. Johannes Höfflin und an der Folkwang-Hochschule in Essen bei KS Prof. Soto Papulkas, wo er mit Auszeichnung abschloss. Er besuchte Meisterklassen von Gianni Raimondi, Josef Metternich, Norman Shetler und Axel Bauni. Seit 2008 arbeitet er regelmässig mit Silvana Bazzoni-Bartoli.

1999 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Alexander Girardi in Coburg. Nach ersten Engagements an deutschen Bühnen, u.a. am Nationaltheater Mannheim, verpflichtete ihn Alexander Pereira 2002 an das Opernhaus Zürich. Dort begann seine internationale Karriere, die ihn heute zu einem der gefragtesten Mozart-Tenöre macht.

Christoph Strehl erhielt Einladungen an verschiedene deutsche Opernhäuser, an die Opéra Garnier in Paris, zu den Festivals von Aix-en-Provence und Lucerne, sowie zu den Salzburger Festspielen, wo er in den Mozartpartien Don Ottavio, Belmonte und Ferrando zu erleben war.

In der mehrfach ausgezeichneten Zauberflöten-CD-Produktion von Claudio Abbado war er der Tamino mit Aufführungen in Reggio Emilia, Ferrara, Baden-Baden und Modena im Jahr 2005. In dieser Rolle debütierte er 2006 an der Metropolitan Opera New York unter James Levine und in den folgenden zwei Jahren an der Wiener Staatsoper und am Royal Opera House Covent Garden in London.

Den Lenski in Tschaikowskis "Eugen Onegin" sang er erstmals in einer Neuinszenierung an der Bayerischen Staatsoper 2007/08, sowie Henry Morosus in "Die Schweigsame Frau" an der Dresdner Semperoper und Narraboth in Sven-Eric Bechtolf`s Zürcher "Salome" 2010 .Weiterhin war er am Liceu Barcelona als Don Ottavio und Belmonte sowie in Genf und Amsterdam als Don Ottavio zu erleben. Den Jaquino ("Fidelio") gestaltete er in Zürich unter Nikolaus Harnoncourt und Bernhard Haitink und später beim Lucerne Festival 2010 in der CD-Einspielung unter Claudio Abbado.

In den Spielzeiten 2011 - 2013 gehört Christoph Strehl dem Ensemble der Dortmunder Oper an, wo er  erfolgreich als Eliogabalo in Francesco Cavalli`s gleichnamiger Oper, als Rodolfo in Puccini`s "La Boheme", Orsino in Goldschmidt`s "Beatrice Cenci", Schuiski in Mussorgski`s "Boris Godunow" und Nerone in Monteverdi`s "L`Incoronazione di Poppeia" debütierte. In der Spielzeit 2013/2014 folgte sein gefeiertes Debüt als Don Jose in Bizet`s "Carmen".

Im Sommer 2012 sang er bei den Salzburger Festspielen Mozart`s "Schuldigkeit des Ersten Gebots unter Ivor Bolton.
2014 wirkte er bei den Salzburger Festspielen im Rahmen der Schubertiade mit Cecilia Bartoli und Oliver Widmer mit.

 Im neuen Genfer "Ring" verkörperte er 2013 und 2014 unter Ingo Metzmacher den Froh ("Rheingold") .

Neben seiner sängerischen Tätigkeit wurde er an die Universität Mozarteum Salzburg als Professor berufen.

Besonders prägte Christoph Strehl die musikalische Zusammenarbeit mit den Dirigenten Wiliam Christie, Adam Fischer, Marc Minkowski und Franz Welser-Möst, unter dessen Leitung er 2006 in Cleveland den Evangelisten in der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach gestaltete.

Als Liedsänger gastierte Christoph Strehl mit Helmut Deutsch u.a. bei der Schubertiade in Schwarzenberg und im Concertgebouw Amsterdam.Konzerte führten ihn u.a. in die Berliner Philharmonie, in den Wiener Musikverein, die Zürcher Tonhalle, die Victoria Hall in Genf und nach München (Philharmonie und Herkulessaal), wo er 2005 in einer vielbeachteten CD-Produktion den Erzähler in Robert Schumanns Oratorium "Das Paradies und die Peri" unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt sang.

Unter Adam Fischer sang er 2009 anlässlich des 200.Todestages von Joseph Haydn die Tenorpartie in der "Schöpfung" in einer weltweit übertragenen Aufführung aus dem Schloss Esterházy, sowie das Tenorsolo in Beethovens 9.Sinfonie in einer CD-Produktion der königlich-flämischen Philharmonie unter Philippe Herreweghe.

Als DVD-Produktionen sind "Die Schöpfung" (A.Fischer), "Die Entführung aus dem Serail" (Bolton, Loy) "La Finta Giardiniera" (Harnoncourt, Moretti), "Die Zauberflöte" (Harnoncourt, Kusej), "Fierrabras" (Welser-Möst, Guth), „Les Indes Galantes“ (Christie), „Die Meistersinger von Nürnberg“ (Welser-Möst, Lehnhoff) und „Fidelio“ (Harnoncourt/Flimm und Haitink/Thalbach) erschienen.

 

http://www.christoph-strehl.com/biographie.htm