Erika Sunnegardh(c) Krister Atle-Sahlén

Erika Sunnegardh

Seit ihrem von der Kritik gefeierten Debüt im Jahr 2004 in der Rolle der Turandot an der Malmö Opera konnte sich die schwedisch-amerikanische Sopranistin Erika Sunnegårdh als eine der vielseitigsten und spannendsten Sopranstimmen auf den Bühnen dieser Welt etablieren und sich für ihre furchtlosen und emotional nuancierten Charakterdarstellungen ebenso wie für ihre intelligente und umfassende Musikalität einen Namen machen.

 

Ihre größten Erfolge feierte Frau Sunnegårdh mit der Musik von Strauss, Beethoven und Puccini: als Chrysothemis am Grand Teâtre Genève, Salome in Häusern wie Bayerische Staatsoper, Teatro Communale di Bologna, Welsh National Opera, Teatro del Liceu in Barcelona und mit der Florentine Opera in Milwaukee, Leonore in Fidelio an der Oper Frankfurt, der Metropolitan Opera und der Florentine Opera, Tosca an der Oper Frankfurt, der Nashville Opera und der Deutsche Oper Berlin, und Turandot an der Metropolitan Opera sowie an der Malmö Opera und der Norrlandsoperan in Schweden (mit dem Schluss von Berio).

 

Weitere wichtige Rollen waren Senta in Der Fliegende Holländer mit der Atlanta Opera, Paulina in der Weltpremiere des Stücks Death and the Maiden (Der Tod und das Mädchen) von Jonas Forssell in Malmö, sowie die Lady Macbeth von Verdi mit Wiener Staatsoper und Glynebourne Festival. In Wagners Die Walküre gab Frau Sunnegårdh Helmwige (Aix-en-Provence/Salzburg) und Gerhilde (Met Tour/Japan).

Konzertant trat Frau Sunnegårdh mit Orchestern wie Auckland Philharmonic, Danish Radio Sinfonietta, Danish Philharmonic, Gothenburg Symphony, Malmö Symphony, Metropolitan Opera Orchestra in der Carnegie Hall, Milwaukee Symphony, Royal Stockholm Philharmonic, Swedish Radio Symphony sowie dem Percussion Ensemble Kroumata auf. Ihr Repertoire reicht von Verdis Requiem über Stabat Mater von Rossini, Zemlinskys Lyric Symphony und Beethovens Neunte bis hin zu konzertanten Opernaufführungen und neuen Auftragswerken.

 

Frau Sunnegårdh durfte in ihrer Karriere bereits mit so namhaften Künstlern wie Marco Armiliato, Giordano Bellincampi, Semyon Bychkov, Paolo Carignani, Myung Wun Chung, James Conlon, Andreas Delfs, Gustavo Dudamel, Christoff Eschenbach, Adam Fischer, Lothar Koenigs, Fabio Luisi, Nicola Luisotti, Alan Gilbert, Gianandrea Noseda, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Stefan Soltesz, Thomas Søndergaard, Mario Venzago und Steven White zusammenarbeiten.

 

Bevor sie zu ihrer Karriere im Opernfach aufbrach, befasste sich Frau Sunnegårdh insbesondere mit dem zeitgenössischem und dem Solorepertoire – mit Liedern und Kammermusik von Argento, Berkeley, Birtwistle, Dallapiccola, Diamond, Harbison, Henze, Messiaen, Bruce Saylor, Howard Fredricks sowie mit Liederzyklen, die von Hiromi Abe und Ronald Roseman für sie geschrieben wurden. Ihr Solorepertoire hat seinen Schwerpunkt bei deutschen, spanischen, schwedischen und amerikanischen Komponisten. Sie hofft, die Erkundung des intimen Rahmens von Solokonzerten künftig noch vertiefen zu können.

 

Ihre Ausbildung erhielt sie als Stipendiatin am Israel Vocal Arts Institute, am Tanglewood Music Center, an der Britten-Pears School for Advanced Musical Studies sowie beim The International Institute of Vocal Arts, ihr Grundstudium absolvierte sie an der Manhattan School of Music.

Im Jahr 1999 schloss Frau Sunnegårdh nach zwei äußerst inspirierenden und heilsamen Jahren als Master of Arts an der Aaron Copland School of Music des Queens College ab. Es ist diese Zeit, der Frau Sunnegårdh ihren derzeitigen Erfolg zum größten Teil zuschreibt.

 

Frau Sunnegårdh wurde für die Förderung der skandinavischen Kultur in den Vereinigten Staaten mit dem jährlichen Cultural Award der American Scandinavian Society ausgezeichnet. 1999 gründete sie In time with Music, ein kommunales Vermittlungsprogramm, von dem bereits Hunderte Schüler an öffentlichen Schulen in Queens, New York, profitieren konnten.

 

In der Saison 2014/15 erfolgt ihr Debüt als Kaiserin/Frau ohne Schatten und die Titelrolle Norma am Staatstheater Wiesbaden, in der Frankfurter Neuproduktion von Carl Maria von Webers Euryanthe debütiert sie die Titelrolle, die Saison beschließt sie bei den Bregenzer Festspielen als Turandot.

 

Für die Saison 2015/16 stehen Der fliegende Holländer und Elektra/Chrysothemis in Wiesbaden auf dem Programm, Turandot an der Deutschen Oper Berlin, Der fliegende Holländer und Salome an der Warschauer Staatsoper, Lear/Regan an der Pariser Bastille und Turandot bei den Bregenzer Festspielen.

 

 

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