Margarita Gritskova(c) Michael Pöhn

Margarita Gritskova

Die russische Mezzosopranistin Margarita Gritskova gehört zu den führenden Sängerinnen der jungen Generation. Seit 2012 gehört sie dem Ensemble der Wiener Staatsoper an und sang dort  Partien wie Cherubino (Le nozze di Figaro), Idamante (Idomeneo), Sesto (La clemenza di Tito), Dorabella (Così fan tutte), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Angelina (La Cenerentola), Isabella (L‘Italiana in Algeri), Olga (Eugen Onegin), Krista in der Neuproduktion "Die Sache Makropulos" in der Inszenierung von Peter Stein, Bradamante (Alcina) oder Smeton (Anna Bolena). Ein ganz besonderes Erlebnis war ihr Rollendebüt als Mascha in der Neuproduktion von Peter Eötvös‘ Oper "Tri sestri", in der Inszenierung von Yuval Sharon. Daraufhin widmete ihr Peter Eötvös das Lied "Bitterkeit" nach einem Gedicht von Marina Tsvetaeva. Durch ihren Auftritt beim Wiener Opernball im Februar 2014 wurde Margarita Gritskova, dank der weltweiten Fernsehübertragung, einem breiten Publikum vorgestellt. Im Herbst 2016 sang sie bei einem Gastspiel der Wiener Staatsoper in Japan unter der Leitung von Riccardo Muti den Cherubino. Im Frühjahr 2018 sang sie diese Rolle erneut in Aix en Provence unter der Leitung von Alain Altinoglu. Im Januar 2018 erfolgte, an der Seite von Piotr Beczala als Don José, ihr Rollendebüt als Carmen an der Wiener Staatsoper. Gastspiele führten Sie bereits an führende Opernhäuser wie die Bayerische Staatsoper München, die Staatsoper Hamburg, die Deutsche Oper am Rhein, die Oper Köln, das Opernhaus Zürich, die Opern in Oslo und Valencia sowie die Opéra de Québec und zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, Festival de Ópera de Tenerife, das Rossini Festival in Pesaro oder das Schleswig-Holstein Musik Festival. Im Jahre 2018 wurde Margarita Gritskova als beste Mezzosopranistin der Opernsaison 2017/18 im „Palau de les Arts Reina Sofía“ in Valencia ausgezeichnet.

 

Neben ihrem Rollendebüt als Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) an der Wiener Staatsoper, führen sie zukünftige Engagements als Isabella an das Théâtre des Champs-Élysées und als Smeton nach Bilbao.

 

Margarita Gritskova wurde in Sankt Petersburg geboren, studierte Klavier und Gesang am Staatlichen Konservatorium ihrer Heimatstadt bei Irina Bogatschewa. Ein prägendes Erlebnis während des Studiums war ihr Auftritt als Carmen in der gleichnamigen Oper von Georges Bizet unter der Leitung von Mariss Jansons. Aufmerksamkeit erregte die junge Sängerin mit Preisen bei Wettbewerben wie dem Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena 2008 und dem Concurso Internacional de Canto Villa de Colmenar in Spanien 2009.

 

Nach dem Abschluss ihres Studiums wurde Margarita Gritskova an das Nationaltheater Weimar engagiert, wo sie sich als Ottone (Die Krönung der Popea), Bradamante, Cherubino und Carmen bereits früh ein breites Repertoire aufbauen konnte. 

 

Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere gehören die Konzerte mit José Carreras in Wien, Moskau, St. Petersburg, Innsbruck, Oviedo, in Covent Garden in London und der Carnegie Hall in New York. Kammersängerin Nelly Lee vermittelte Margarita Gritskova die Liebe zur Kammermusik, der sie sich mit großer Aufmerksamkeit widmet. So debütierte sie 2014, zusammen mit Thomas Lausmann am Klavier,  bei einem Liederabend im Wiener Musikverein. Weitere Liederabende führten sie 2015 mit dem Pianisten Eduard Kiprsky zum Festival Rossini in Bad Wildbad und 2017 mit dem jungen Pianisten und Dirigenten Ivan Demidov zum Rossini Festival in Pesaro. Mit der Pianistin Maria Prinz hat sie 2017 Liederabende in Sofia (Bulgarien) und im Russischen Kulturzentrum in Wien gegeben. Basierend auf diesem Programm folgte im Februar 2018 die CD-Einspielung „Russian Songs“ mit Werken von Tschaikowski, Rimski-Korsakow und Rachmaninow, die im März 2019 bei Naxos erschienen ist. Für Naxos nehmen die beiden Künstlerinnen 2019 zwei weitere CDs mit Liedern von Prokofjew und Schostakowitsch auf.

 

Juni 2019 - Für eine ganz aktuelle Biographie wenden Sie sich bitte an Annette Kroll