Cassandre Berthon

Cassandre Berthon

Cassandre Berthon begann bereits im Alter von vier Jahren zunächst  ein Violinstudium bei  Jean Ter-Merguerian (Assistent von David Oïstrack in Moskau)  am Konservatorium in Marseille und nahm im Alter von 16 Jahren parallel dazu erstmals Gesangsunterricht bei Camille Maurane. Nachdem sie auf dessen Rat hin erfolgreich an nationalen und internationalen Gesangswettbewerben teilgenommen hatte (Prix du Jeune-espoir / Concours d’Alès et Bézier; Prix « Chabrier-Poulenc » du Triptyque de Paris;  Prix du Jeune-espoir/ Concours International de l’UFAM unter dem Vorsitz von Dame Joan Sutherland) entschied sie sich im Alter von 18 Jahren für eine professionelle Sängerkarriere. Sie sang in ausgewählten Ensembles wie z.B. « Accentus » und « Les jeunes-solistes » und dann als Solistin mit einem Repertoire, das  von der Barockmusik (Christophe Rousset, Marc Minkowski und William Christie) über zeitgenössische und religiöse Musik (Couperins „Les leçons de Ténèbres „, Rossinis „La Petite Messe solennelle“, Mozarts Große Messe in c-Moll, Vivaldis  «Laudate pueri », die Requiemmessen von Mozart, Brahms und Fauré, Haydns „Schöpfung“)  bis hin zur französischen Melodie reichte. Zu den Rollen, die ihre Karriere am meisten geprägt haben, zählen Cherubino (Nozze di Figaro, Debüt an der Frankfurter Oper), Zerlina (Don Giovanni), Iphigénie en Aulide (Gluck) und Susanna (Nozze di Figaro), Véronique (Opéra de Nancy), Enfant (Ravel - L'Enfant et les Sortilèges) , Massenets Cendrillon (Opéra du Rhin in Straßburg und New York City Opera), Gilda (an der Oper in Besançon an der Seite von Ludovic Tézier) und in jüngerer Zeit Rollen wie die der Octavie in Massenets Cléopâtre (mit Sophie Koch und Benjamin Bernheim unter der Leitung von Michel Plasson), Henriette de France in „I Puritani“ am Teatro Real de Madrid neben Diana Damrau und Javier Camarena, Zerlina beim  NDR Klassik Open Air Festival. « Und Cassandre Berthon, die Zerlina mit vielen beiläufig eingeflochtenen Verzierungen etwas fabelhaft Schmetterlingshaftes verleiht… » (Hannoversche Allgemeine Zeitung).

 

Cassandre Berthon ist auch auf mehreren Aufnahmen zu hören, darunter "Celebrating Offenbach" unter dem Label "Opera Rara", " Charpentier & Molière: Hommage Pastoral au Roi Soleil“ mit dem Ensemble Amarillis und "L'Etranger" von Vincent Dindy (Festival in Montpellier) mit ihrem Mann Ludovic Tézier in der Rolle der Vita. « Die Offenbarung des Abends ist zweifellos Cassandre Berthon, die diese überwältigende Rolle technisch versiert mit bemerkenswert harmonischem Klang und natürlicher Sprachmelodie verkörpert. Ihre beiden Beschwörungen des Meers aus dem zweiten Akt zählen mit ihren weitreichenden Verzierungen zu den Höhepunkten dieses Werks» (ResMusica).

 

Unter den DVDs sind  "Orphée aux Enfers" (Produktion der Opéra de Lyon), "Le Couronnement de Poppée" (Produktion des Festivals d'Aix) und « Le Nozze di Figaro" (Produktion der Pariser Oper) zu nennen.

 

Zukünftige Engagements sind u.a. "Il Trovatore" am Teatro Real in Madrid und Massenets "Manon" an der Opéra national de Paris (Poussette).

 

 

Juli 2019 -Für eine ganz aktuelle Biografie wenden Sie sich bitte an Katharina Nußbaum